„Das war für mich die schönste Ausstellung“
„Zwischenwelten“ endete mit emotionaler Finissage
Dabei verriet sie den Finissage-Besuchern, dass das Entstehen ihrer Bilder ein langer Prozess sei. „Ich male nicht nur an einem Bild, sondern arbeite immer gleichzeitig an vier Leinwänden“, so Sailer. Die Inspirationen für ihre Werke sammele sie auf ihren vielen Reisen. Dabei hält die Künstlerin ihre Eindrücke, Momentaufnahmen oder interessante Objekte mit ihrer Kamera fest und arbeitet sie zu Hause als Grundlage in die Komposition ihrer Bilder ein. „Auch aus meinen Träumen, die immer im Bezug zu Wasser stehen, lasse ich Eindrücke in meine Bilder einfließen“, erklärte die Künstlerin. So sei der Zyklus der „Wasserbilder“ in der Ausstellung entstanden.
Auf die Frage, was denn für sie selbst eigentlich Kunst bedeute, gab sie eine sehr leidenschaftliche und emotionale Antwort: „Kunst hat vorrangig etwas mit Visionen zu tun und weniger mit Handwerk. Sie soll inspirieren und Perspektiven bieten, zum Nachdenken anregen. Kunst kann so viel ausdrücken, wie Emotionen, Gedanken, Geschichte und Zeitgeist, soziale Werte, Kritik und Protest.“
38 ihrer Kunstwerke hatte die Künstlerin aus Düsseldorf in der Konrad-Zuse-Stadt seit Januar ausgestellt. Die Ausstellung stieß während ihrer Laufzeit auf großes Interesse und begeisterte zahlreiche Besucher mit ihren vielschichtigen Arbeiten an den Schnittstellen von Realität und Wahrnehmung. „Hier im Museum Modern Art in Hünfeld war für mich die schönste Solo-Ausstellung“, resümiert Marina Sailer.
Hinweis: Vom 30. April bis 23. Mai ist das Museum wegen Umbauarbeiten geschlossen. Am Sonntag, 24. Mai, öffnet die nächste Sonderausstellung „Verwandlungsprozess“ im Hauptgebäude und in den beiden Gasometern mit Skulpturen und Gemälden von Bildhauer Klaus Christ. Am 31. Mai startet die IDEA-Jahresausstellung „Faszination Papier“ im Eingangsbereich der Pavillons.
